
Wie ich 2026 mit Self-Hosting dieser 5 Open Source-Tools Geld spare
Jonas ScholzSaaS-Preise werden einfach lächerlich.
Was als ein paar nützliche Tools anfängt, kann schnell zu hunderten Euro im Monat werden. Und wenn du ein bootstrapped Startup, ein Side Project oder als Freelancer unterwegs bist, zählt jeder Euro.
Ich betreibe eine managed Docker-Hosting-Plattform namens Sliplane, deshalb kenne ich mich mit Infrastruktur aus und hoste die Tools, die ich täglich nutze, selbst. Seitdem spare ich deutlich über 150 € im Monat an SaaS-Kosten. Nicht komplett ohne Nachteile: Du brauchst Backups, Updates und ein bisschen Geduld, wenn irgendein Service um 23:17 Uhr komisch wird.
Hier sind fünf Open Source-Tools, die ich 2026 selbst hoste, um ordentlich Geld zu sparen. Preise habe ich zuletzt im Juni 2026 geprüft. Und ja, SaaS-Pricing kann sich jederzeit ändern, weil Pricing-Seiten anscheinend Plot-Twists brauchen.
Plunk als selbstgehostete E-Mail-Plattform

Die meisten E-Mail-Marketing-Tools sind Overkill oder viel zu teuer. Plunk ist eine simple UI-Schicht über AWS SES und jongliert problemlos mit Transactional- und Marketing-Mails.
Warum ich es selbst hoste
Ich brauche keine ausgeklügelten CRM-Integrationen oder fancy Audience-Segmente. Ich will einfach gute Deliverability und Automationen.
Was ich spare
- Mailchimp oder Customer.io: grob 15 € bis 100 €+ im Monat, je nach Kontakten und Features
- Self-hosted Plunk mit SES: bei meiner Nutzung ca. 2 € im Monat plus ein Anteil vom Server
n8n als Automatisierungs-Engine

n8n ist ein Open Source-Tool, mit dem du Automations-Workflows wie bei Zapier oder Make erstellst. Nur mit richtig guten AI-Integrationen und deutlich mehr Developer-Vibes. Ich nutze es für meine Back-Office-Aufgaben. Hier liest du mehr dazu.
Warum ich es selbst hoste
n8n Cloud ist im Vergleich zu vielen Automation-Tools fair, aber die offiziellen Pläne rechnen nach Workflow Executions ab. Stand Juni 2026 kostet Starter 20 €/Monat und Pro 50 €/Monat bei jährlicher Zahlung. Für meine kleinen internen Workflows reicht Self-Hosting locker.
Was ich spare
- n8n Cloud: 20 € bis 50 € im Monat für die typischen Paid-Pläne
- Self-hosted: ca. 1 € im Monat (auf Shared Infrastructure)
👉 Meine Anleitung zum Self-Hosting von n8n
Postgres als zuverlässige Core-Datenbank
Ich speichere mit Postgres alles Mögliche – von Kunden-Configs bis zu Time-Series-Metriken per TimescaleDB-Extension.
Warum ich es selbst hoste
Managed Postgres, vor allem mit Timescale-Features, wird schnell teuer, sobald du planbare Compute-Leistung, Storage, Backups und Luft nach oben brauchst. Timescale Cloud startet bei etwa US$30/Monat für Compute, bevor Storage größer wird. Production-Datenbanken landen schnell deutlich höher. Ich betreibe Postgres deshalb auf eigener Infrastruktur und hab planbare Kosten.
Was ich spare
- Managed Postgres oder Timescale Cloud: grob 30 € bis 300 € im Monat, je nach Größe
- Self-hosted auf VPS oder Sliplane-Server: ca. 9 € bis 20 € im Monat
Falls du wenig Self-Hosting-Erfahrung hast, fang lieber mit einem einfacheren Tool an. Deine Datenbank ist kritisch und kann ohne Erfahrung echt knifflig werden!
👉 So hostest du Postgres selbst
Nextcloud als File-Sharing- und Sync-Lösung

Nextcloud ist mein Speicher für interne Dateien, Verträge, Reports und DSGVO-sensible Dokumente.
Warum ich es selbst hoste
Perfekt für Teams oder Kunden, die Google oder Dropbox meiden wollen – vor allem in Deutschland, wo Datenschutz großgeschrieben wird.
Was ich spare
- Dropbox oder Google Workspace: grob 7 € bis 18 € pro User im Monat für gängige Business-Pläne
- Self-hosted: ca. 1 € bis 2 € insgesamt im Monat, wenn es auf einem vorhandenen Server mitläuft
👉 Meine Nextcloud-Setup-Anleitung
Redis als leichtgewichtigen Cache
Redis nutze ich als Caching-Layer, um DB- oder API-Calls zu reduzieren.
Warum ich es selbst hoste
Redis Cloud startet immer noch bei etwa 5 $ im Monat für das kleinste bezahlte Shared Deployment. Mein containerisiertes Redis braucht unter 128 MB RAM und kostet quasi nichts. Außerdem will ich Redis so nah wie möglich an meinen anderen Services haben. Self-Hosting macht das einfach.
Was ich spare
- Redis Cloud: ca. 5 € im Monat
- Self-hosted: unter 0,50 € im Monat
Dein Spar-Überblick im Monat
| Tool | SaaS-Kosten | Self-Hosted-Kosten |
|---|---|---|
| Plunk | 15 € bis 100 €+ | ~2 € |
| n8n | 20 € bis 50 € | ~1 € |
| Postgres | 30 € bis 300 € | 9 € bis 20 € |
| Nextcloud | 7 € bis 18 € pro User | 1 € bis 2 € |
| Redis | ~5 € | < 0,50 € |
| Gesamt | ~77 € bis 473 €+ | ~15 € bis 25 € |
Die Preise fürs Self-Hosting basieren auf der Annahme, dass du mehrere Services auf einem Server laufen lässt – so wie bei Sliplane.
Wann Self-Hosting für dich passt
Self-Hosting ist nicht immer die beste Wahl. Du musst Zeit- und Kostenaufwand abwägen.
Ich hab mehr Zeit als Geld. Ein paar Stunden Setup und Wartung rentieren sich also finanziell für mich.
Wenn du schon komplett ausgelastet bist, können 15 € im Monat für einen Managed-Service den Seelenfrieden wert sein. Darum empfehle ich:
- Fang mit risikolosen Tools wie n8n oder Plunk an
- Spring nicht sofort auf kritische Infrastruktur wie Postgres, wenn du nicht sicher bist, dass du sie managen kannst
Warum ich mit Sliplane so günstig hosten kann
Ein großer Grund, warum mein Setup so günstig ist: Sliplane, die Docker-Hosting-Plattform, die ich betreibe.
Die meisten Plattformen berechnen pro Service. Hast du DB, Backend und Frontend, zahlst du dreimal.
Sliplane berechnet pro Server. Du entscheidest, wie viele Services du draufpackst.
Ich lasse Redis, n8n und Plunk zusammen auf einem 9 €-Server laufen. Funktioniert super und kostet nur einen Bruchteil von vielen Plattformen, die pro Service abrechnen.
👉 Bock, es auszuprobieren? Sliplane.io
Zum Abschluss
Self-Hosting ist kein Dogma. Es geht darum, Kosten zu senken, die Infrastruktur selbst in der Hand zu haben und flexibel zu bleiben.
Es passt nicht für jeden und nicht jedes Tool sollte selbst gehostet werden. Aber wenn du Docker kennst und SaaS-Bloat loswerden willst, ist es eine der einfachsten und lohnendsten Methoden, richtig zu sparen.
Fragen, Feedback oder Setup-Probleme? Lass es mich wissen. Oder leg dein erstes Self-Hosting-Projekt mit Sliplane an.
Cheers,
Jonas